Kategorie-Archiv: Vorstand

Wir kämpfen nicht für Blumen – wir kämpfen für Gleichheit

Am 18. März ist Equal Pay Day. Ein Tag, der von GewerkschafterInnen und BürgerrechtlerInnen ins Leben gerufen wurde, um auf die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen aufmerksam zu machen. Der Equal Pay Day markiert rechnerisch den Tag, bis zu dem Frauen unentgeltlich arbeiten würden, wenn sie ab diesen Tag den gleichen Lohn wie Männer bekämen. Das heißt, in Deutschland arbeiten Frauen 77 Tage unentgeltlich im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen. Die durchschnittliche unbereinigte Entgeltdifferenz liegt bei 21 %. Als GEW verwahren wir uns klar dagegen und fordern: Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit!

Diese eklatante Differenz im Lohngefälle liegt hauptsächlich daran, dass sogenannte „Frauenberufe“, die häufig im Care-Bereich anzutreffen sind, zumeist deutlich schlechter bezahlten werden. Hierzu zählen auch alle Berufe im Bildungs- und Erziehungsbereich, wozu bspw. Erzieherinnen, Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagoginnen und Grundschullehrerinnen zählen.

Eine mittelbare Geschlechterdiskriminierung findet auch im öffentlichen Dienst statt. Für den Schulbereich wiesen Prof. Dr. Eva Kocher, Dr. Stefanie Porsche und Dr. Johanna Wenckebach von der Europa-Universität Viadrina in einem Gutachten für die GEW nach, dass die schlechtere Eingruppierung von Grundschullehrkräften eine mittelbare Geschlechterdiskrimi­nier­­ung bedeutet. Schließlich liegt der Frauenanteil an den Grundschulen mit über 90 Prozent signifikant höher als an den Schulformen, deren Eingangsbezahlung A 13 Z ist. Der DGB fordert einen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit und damit verbunden das Rückkehrrecht aus Teilzeit zur ursprünglichen Arbeitszeit sowie ein wirksames Entgeltgleichheitsgesetz. Für die GEW ist die gleiche Einstiegsbesoldung A 13 Z für alle Lehrer*innen – egal an welcher Schulform sie arbeiten – ein wichtiger Schritt zum Equal Pay. Was andere Bundesländer bereits diskutieren und zum Teil umgesetzt haben, bleibt in Bayern noch immer Zukunftsmusik – zu Lasten der Kolleg*innen!

Aber auch das Experiment der NGO Terres des Femmes zeigt, dass die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern mitnichten nur an den schlechter bezahlten Jobs liegt, sondern Frauen gegenüber Männern auch im direkten Vergleich benachteiligt werden. Terres des Femmes schickte drei Transgender in unterschiedliche Bewerbungsgespräche, die sie immer einmal als Mann und als Frau bestritten. Ihre Lebensläufe wurden so erdacht, dass sie sich nur marginal unterschieden. Auch die Charakterzüge und das Verhalten wurde ähnlich gespielt. Das Ergebnis: Die männliche und die weibliche Geschlechterrolle erhält für die gleiche Stelle deutlich unterschiedliche Gehaltsangebote. Die gespielten Männer erhalten beispielsweise Angebote über Boni-Zahlungen, die bei den gespielten Frauen nicht einmal Erwähnung fanden. Dieses Experiment zeigt auf, dass die Lohnungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern nicht ausschließlich an den von den Frauen selbst gewählten Berufen liegt, sondern an einer von Männern dominierten Wirtschaftswelt, in der Frauen noch heute als Menschen zweiter Klasse angesehen werden. Die ideologischen und strukturellen Ursachen der Lohnunterschiede gilt es zu beseitigen! Auch und gerade im Bildungs- und Erziehungsbereich!

8. März – Internationaler Frauentag

Internationaler Frauentag, 8. März 2018
100 Jahre Wahlrecht für Frauen!

Trotzdem ist die Gleichstellung der Geschlechter weder in Deutschland noch im Rest der
Welt erreicht.

Wir setzen uns ein
– für ein emanzipatorisches Weltbild
– für existenzsichernde Beschäftigungsverhältnisse im gesamten Bildungsbereich
– für die gesellschaftliche und finanzielle Aufwertung sozialer Berufe
– für ein gleiches Eingangsgehalt für alle Lehrämter (A13/E13)
– für eine Iebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung
– für die Verringerung der Arbeitsbelastung in allen Arbeitsbereichen
– für wirksame Gleichstellungsgesetze

Wir wenden uns entschieden

–  gegen jede Form von Sexismus
–  gegen jeden Versuch rechtsnationaler und konservativer Bewegungen,
das Selbstbestimmungsrecht von Frauen einzuschränken

Gleichberechtigung ist nicht verhandelbar
Gemeinsam können WIR die Zukunft gestalten!
Einen schönen internationalen Frauentag wünschen euch eure GEW-Kolleg*innen!
V.i.S.d.P: Landesfrauenausschuss der GEW Bayern clo Renate Oehler

Treffen der GEW Augsburg

Wir treffen uns in der Regel jeden ersten Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr zur offenen Vorstandssitzung in unserem Büro.

Jede*r Interessierte*r ist herzlich eingeladen.

Achtung: Im März treffen wir uns erst am zweiten Donnerstag!!!

Nächstes Treffen: Donnerstag, 8.03. 2018

 

Adresse:

Schaezlerstr. 13 1/2
86150 Augsburg

Unser Vorstand

Das  GEW-Team stellt sich vor

Am 9. Februar diesen Jahres haben wir unseren Vorstand neu gewählt.

Dr. Tobias Bevc bleibt der  Vorsitzende und Annette Schultheiß seine Stellvertreterin. Dr. Martin Proissl wird der neue Kassier.

Weitere Vorstandsmitglieder sind Lea Deisenhöfer, Gerhard Gerke, Christoph Kaut und Wolfgang Walter.

Unsere Vorsitzenden erreichen Sie unter folgenden Emailadressen:

tobiasbevc [at] gew-augsburg.de

annette_gew [at] web.de

 

 

Pressemitteilung Befristungsunwesen an bayerischen Schulen

Augsburg, 28.11.2017. In der Augsburger Allgemeinen vom 27.11.2017 war ein Bericht über den Lehrer Michael Golla an der Heinrich-von-Buz-Realschule in Augsburg, dessen befristeter Vertrag nicht mehr verlängert werden soll.

Abgesehen davon, dass die GEW grundsätzlich sachgrundlos befristete Verträge ablehnt, ist die Tatsache, dass der Lehrer Golla seit 2011 immer wieder nur befristete Verträge erhält, ein Skandal – ob mit oder ohne Sachgrund. Ein offensichtlich bestens qualifizierter Arbeitnehmer muss eine langfristige Perspektive erhalten. Gerade in Zeiten des Lehrermangels ist diese Personalpolitik völlig unverständlich.

Dieser Einzelfall steht exemplarisch für viele Lehrer*innen in befristeten Arbeitsverhältnissen. Befristete Arbeitsverträge führen zu Unsicherheit und zu berechtigten Sorgen über Arbeitslosigkeit, Krankheit und die Alterssicherung. Daher lehnt die GEW diese Praxis generell ab.

Sie ist kurzsichtig und nicht nachhaltig. Wenn man wirklich keine feste Stelle für Herrn Golla an der Heinrich-von-Buz-Realschule zur Verfügung hat, dann könnte man ihm alternativ eine Stelle in der mobilen Reserve anbieten. Es ist ja nicht so, dass die meisten Schulen nicht wissen was sie mit ihren vielen überflüssigen Lehrern anfangen sollen.

Im Gegenteil: Die Realität ist doch vielmehr die, dass der Schulalltag von Unterrichtsausfällen geprägt ist. An Realschulen wurde im Schuljahr 2014/15 elf Prozent des Unterrichts vertreten, d.h. der Matheunterricht wurde vom Lateinlehrer oder umgekehrt bestritten.

Kurz: Gute Bildungsangebote und guter Unterricht gelingen nur, wenn gut qualifizierte Lehrer*innen dauerhaft beschäftigt werden. Die GEW KV Augsburg und die GEW Bayern fordern mit Nachdruck: Schluss mit dem Befristungsunwesen, Entfristung der bisherigen Arbeitsverträge, gute Qualifizierungsangebote für Seiten- und Quereinsteiger*innen und eine Offenlegung aller Bedarfs- und Planzahlen seitens der Staatsregierung.

 

GEW Sommerfest

Wie schon im Mitgliederbrief angekündigt, wird diesen Donnerstag unser Sommerfest im Erlebnisgarten,   stattfinden.

Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Kommen und erinnen noch einmal daran, dass man etwas zum Essen mitnehmen muss. Da aufgrund eines Brandes im Erlebnisgarten grillen nicht mehr möglich ist, muss man eine Alternative mitbringen oder sich eine Pizza beim Pizzadienst bestellen.

 

Mitgliederbrief Sommer 2017

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir senden Euch in diesem Jahr wieder einen Mitgliederbrief zur Sommerzeit mit einer herzlichen Einladung zum Sommerfest und ein paar Informationen über unsere Arbeit.

Wir, das sind weiterhin Euer ehrenamtlicher Kreisvorstand in Augsburg: Dr. Tobias Bevc –
Politikwissenschaftler und erster Vorsitzender, Annette Schultheiß-Roche – Soz.päd. im BFZ
Weilheim und Lehrbeauftragte an der Uni, Christoph Kaut – Soz.päd. und Betriebsrat im BFZ
Augsburg, Wolfgang Walter – ehem. Lehrer am Bayernkolleg, Gerhard Gerke – ebenfalls ehem.
Lehrer am Bayernkolleg, Miriam Hannig – wiss. Mitarbeiterin und Dr.Martin Proißl – Leiter eines
Wohnheims für minderjährige Flüchtlinge.

1. Mitgliedertreff
Euer GEW Kreisvorstand Augsburg ist auch in diesem Jahr wieder aktiv und freut sich über
rege Teilnahme an unseren monatlichen Mitgliedersitzungen. Ihr seid herzlich eingeladen an
jedem ersten (Schul-)Donnerstag im Monat ins GEW Büro (Schaetzlerstr. 13 ½) zu kommen um
gemeinsam über GEW-Themen zu diskutieren. Gerade über mehr Lehrerinnen und Lehrer, die
sich in die Arbeit des GEW Kreisverbandes einbringen möchten, würden wir uns sehr freuen. Im
derzeitigen Kreisvorstand sind keine aktiven Lehrerinnen und Lehrer mehr vertreten, und daher
ist Eure schulische Kompetenz über aktuelle Fragen sehr willkommen.

2. Sommerfest
Wir laden Euch auch dieses Jahr wieder herzlich zu unserem GEW Sommerfest ein. Wie die
letzten Jahre feiern wir wieder im Erlebnisgarten (Gabelsbergerstraße 127, 86199 Augsburg)
am 20.07.2017 um 19:00 Uhr. Für Grillfeuer ist gesorgt, Teller und Speisen bitte selbst mitbringen. Getränke können am Kiosk erworben werden. (Teller und Besteck können ggf. auch ausgeliehen werden.)

(UPDATE: kein Grillen möglich, bringt was anderes zu Essen mit!)

3. Studierendenwerbende
Nach langjähriger Tätigkeit als studentische Hilfskraft beim Bezirksverband Schwaben, gibt
Georg Tiroch sein „Amt“ ab. Wir bedanken uns bei Georg für seinen Einsatz und seine enge Zusammenarbeit mit uns. Seit April hat Maximilian Richter seine Nachfolge angetreten und wird
die Studierendenwerbung für die GEW an der Uni Augsburg weiter vorantreiben.

4. Teilnahme an der LVV
Mit vier Delegierten waren wir auf der Landesvertreter*innenversammlung der GEW Bayern
präsent und haben über den neuen Vorstand sowie über viele Anträge für die GEW-Arbeit in
Bayern abgestimmt. Weitere Informationen findet man unter www.gew-bayern.de

5. Bündnis gegen Gesinnungsschnüffelei
Wie im letzten Mitgliederbrief Anfang des Jahres bereits kurz erwähnt, sind die GEW Augsburg,
die GEW Hochschulgruppe Augsburg und die junge GEW Bayern, in der unser Vorstandsmitglied
Miriam Hannig aktiv ist, seit Ende letzten Jahres Teil des Bündnis‘ gegen Gesinnungsschüffelei.
Das Bündnis kritisiert die aktuelle Praxis des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz,
die Beschäftigten sowie Anwärter*innen auf eine Stelle im öffentlichen Dienst
kollektiv zum Ausfüllen eines sogenannten „Fragebogens zur Prüfung der Verfassungstreue“
auf Grundlage der „Extremismusliste“ zu nötigen. Das „Bündnis gegen Gesinnungsschnüffelei“
fordert die Abschaffung dieses bayerischen Sonderwegs – die Abschaffung dieses Fragebogens.

6. Filmvorführung – Dokumentarfilm über Ernst Grube
Im März haben wir gemeinsam mit der VVN eine Vorführung des Dokumentarfilms über und mit Ernst Grube im Thalia Kino organisiert. Wir bedanken uns bei allen Interessierten für Ihr zahlreiches Erscheinen. Der Film kann weiterhin im Thalia für Schulvorführungen gebucht werden.

7. 1. Mai
Die ein oder anderen unter Euch haben uns am 1. Mai wieder auf dem Rathausplatz entdeckt.
Auf unserem Stand präsentierten wir aktuelle Informationen zu den Kampagnen der GEW.
Neben vielen persönlichen Gesprächen haben wir dort – immerhin – auch zwei Neumitglieder
geworben.

8. Veranstaltungen
Es gibt bei uns wieder viele gute Ideen für Veranstaltungen in diesem und im kommenden Jahr
u.a. zu Inklusion, zum Thema Verfassungsschutz und der Kampagne A13 für alle. Wir informieren Euch auf unserer Webseite www.gew-augsburg.de über aktuelle Termine und freuen
uns über jede Unterstützung.

Bündnis gegen Gesinnungsschnüffelei

Obwohl der „Radikalenerlass“, mit dem Linke aus staatlichen Institutionen ferngehalten werden sollten, seit 1991 auch in Bayern offiziell abgeschafft ist, müssen heute noch AnwärterInnen auf Stellen im öffentlichen Dienst einen „Fragebogen zur Prüfung der Verfassungstreue“ ausfüllen und angeben, in welchen politischen Organisationen sie aktiv sind oder waren. Eine „Extremismusliste“ ist jedoch völlig ungeeignet, menschenfeindliche Ideologien aus den staatlichen Organen fernzuhalten.

Das „Bündnis gegen Gesinnungsschnüffelei“ kritisiert die aktuelle Praxis des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz, die Beschäftigten sowie AnwärterInnen auf eine Stelle im öffentlichen Dienst, kollektiv zum Ausfüllen eines sogenannten „Fragebogens zur Prüfung der Verfassungstreue“ auf Grundlage der „Extremismusliste“ zu nötigen. Das „Bündnis gegen Gesinnungsschnüffelei“ fordert die Abschaffung dieses bayerischen Sonderwegs – die Abschaffung dieses Fragebogens.

Die Politik der Berufsverbote, in deren Tradition die „Extremismusliste“ steht, richtet sich gegen gesellschaftliche Alternativen zum herrschenden Wirtschafts- und Gesellschaftssystem und versucht, diese zu kriminalisieren. Die durch die
Abfrage geschaffene Atmosphäre der Gesinnungsschnüffelei lässt den Eindruck entstehen,
dass oppositionelle DemokratInnen zu bayerischen Staatsfeinden vorverurteilt werden. Dies
befördert ein Klima der Einschüchterung und Verunsicherung, welches noch durch die exemplarische Disziplinierung und Bedrohung Einzelner verstärkt wird und somit breite Kreise der Auszubildenden, der Studierendenschaft sowie des Lehrpersonals an Schulen und Hochschulen abschreckt, sich für fortschrittliche Politik einzusetzen und ihre Interessen organisiert zu vertreten.

Gemäß dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz und europäischem Recht gilt es jegliche Form von unmittelbarer oder mittelbarer Diskriminierung, auch aufgrund der Weltan-schauung, zu unterlassen. Hierzu steht vollkommen konträr die noch immer vom „Verfassungsschutz“ praktizierte und von der bayerischen Staatsregierung angeordne-
te Vorgehensweise der „kollektiven Gesinnungsprüfung“ bei Einstellungen in den öffentlichen Dienst. Dagegen verwahrt sich das Bündnis und fordert von der bayerischen Staatsregierung die sofortige Abschaffung des sogenannten „Fragebogens zur Überprüfung der Verfassungstreue“.

gegen-gesinnungsschnueffelei.de

Die Bündnisgruppen
•     AStA Referat für Gesellschaft und politische
Bildung der Universität Augsburg
•     DKP München
•     FAU München, FAU Nürnberg
•     Junge GEW Bayern, GEW Augsburg, GEW
München, GEW Hochschulgruppe Augsburg
•     Grüne Jugend Bayern
•     Linksjugend München
•     Mittelbauinitiative Augsburger Universität (MIAU)
•     Rote Hilfe München
•     SDAJ München
•     SJD-Die Falken, Kreisverband München
•     Ver.di München, FB 5

V.i.S.d.P.: P. Lohner, Schwanthalerstraße 139 (Rgb.), 80339 München

Hier ist der Flyer des Bündnis` gegen Gesinnungsschnüffelei mit aktuellen Veranstaltungshinweisen des Bündnisses: BgGsVeranstaltungsprogramm-web