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Der dritte weltweite Klimastreik am 20.09.2019 in Augsburg

Die GEW Augsburg wird am Klimastreik am 20.09.2019 teilnehmen. Wir freuen uns darauf, unsere Kolleginnen und Kollegen dort zu treffen!

Hier noch alle wichtigen Eckdaten:

Beginn 11:00 Uhr

Ort: Rathausplatz Augsburg

Dauer: ca. 3 Stunden

FFF rufen diesmal alle gesellschaftlichen Gruppen auf, sich am Klimastreik zu beteiligen.

Hier der Link zur Infoseite zum 20.09.2019 von FFF:

https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/#post-18396

Appell zur Beteiligung an der Klimademo am 20.09.2019

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

die GEW unterstützt den Appell von Fridays for Future, sich am 20.09.2019 an der weltweiten Klimademo zu beteiligen. In Deutschland entscheidet an diesem Tag die Bundesregierung über ihre weiteren Schritte in der Klimapolitik.

Der Klimaschutz geht uns alle an! Auch der Vorstand und die Beschäftigten der GEW Bayern werden sich an der Protestaktion am 20. September beteiligen. Wir möchten auch unsere Mitglieder dazu ermutigen, sich den Demonstrationen in Bayern anzuschließen. Neben Gewerkschaften haben zahlreiche andere Organisationen und Verbände aufgerufen, die Forderungen für einen längst überfälligen Klimawandel zu unterstützen. Denn:

Der Klimawandel stellt eine sehr reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation dar. Er wird zu dramatischen Veränderungen unserer Lebensbedingungen führen, wenn wir nicht dagegen steuern. Die GEW stellt sich als Bildungsgewerkschaft ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und steht hinter der zentralen Forderung von Fridays For Future: die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5 °C Ziels.

Die Beschäftigten im Bildungs- und Erziehungsbereich sind insbesondere für die kommenden Generationen tätig. Den jungen Menschen heute stellt sich eine enorme Herausforderung und wir schließen uns daher ihren und den Forderungen der Wissenschaft an. Jede Bildung, ob in Kita, Schule, Hochschule oder Weiterbildung ist der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Das UNESCO-Weltaktionsprogramm, Bildung für nachhaltige Entwicklung (https://www.bne-portal.de/), wird seit Jahren aktiv von der GEW unterstützt.

Es muss Schluss sein mit dem globalen Wettbewerb um natürliche Ressourcen und deren sinnlose Ausbeutung mit verheerenden sozialen und ökonomischen Folgen für einen großen Teil unserer Weltbevölkerung!

Wir würden uns freuen, viele unserer Mitglieder am 20. September bei der Demo zu sehen, die in zahlreichen bayerischen Städten stattfinden wird. Auf der Seite https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/ findet ihr eine Landkarte und eine Zeile zum Suchen des Ortes. Hier eine alphabetische Auswahl, allerdings ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Amberg; Ansbach; Augsburg; Bad Tölz; Bamberg; Bayreuth; Dachau; Deggendorf; Dingolfing; Dorfen; Eggenfelden; Eichstätt; Erlangen; Feuchtwangen; Fürth; Haßfurt; Kempten; Kulmbach; Landsberg; Landshut; Lindau; Marktoberdorf; München; Neustadt an der Donau; Nürnberg; Penzberg; Regensburg; Schweinfurt; Sonthofen; Traunstein; Ulm; Weiden; Weilheim; Würzburg uvm.

An die Arbeitgeber und Dienstherren appellieren wir, mitzumachen oder mindestens die Beschäftigten zur Beteiligung zu motivieren und ihnen keine Steine in den Weg zu legen. Ein gemeinsamer Tag für eine hoffentlich bessere Zukunft! Die Fridays For Future-Bewegung fördert das öffentliche Bewusstsein über die Bedrohung der Welt durch den Klimawandel auf beispielhafte Weise. Je mehr dabei sind, umso bedeutender die Signale an die politisch Verantwortlichen!

Das könnt ihr selbst tun, falls euer Arbeitgeber sich bis jetzt zurückgehalten hat:

·    überzeuge dein Kollegium und die Vorgesetzten, als Betrieb oder mit der ganzen Schule zur Demo zu gehen (das kann die Gewerkschaft euch nicht abnehmen, da es nicht um eine Tarifauseinandersetzung geht sondern um ein allgemein gesellschaftliches Interesse)

·    wenn der Arbeitgeber die Beschäftigten nicht freistellt, beantragt kollektiv einen Tag Urlaub oder führt eine aktive Mittagspause vor oder im Betrieb durch

·    überzeuge die Eltern der Kinder in deiner Kita, Krippe und Hort, gemeinsam zur Demo zu gehen

·    als Lehrer*in nutze die Gelegenheit und biete eine Exkursion o.ä. zur Demo an

·    organisiert über euren Personalrat eine außerordentliche Personalversammlung im Freien oder einen Ausflug mit dem Kollegium zur Demo·   

·    werde aktiv bei: Fridays For Future, Pädagogen For Future, Kita For Future, Parents For Future,  Scientists For Future (Links bei https://www.gew-bayern.de/20_09_klima )

Wenn du mehr Informationen benötigst, dann besuche die Homepage der Bundes-GEW. Dort findest du Hintergrundwissen, Positionen und Meinungen.

https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/demonstrieren-fuer-klimaschutz/

Bis zum 20. September also!

Eure GEW Bayern!

verantwortlich:

Elke Hahn, Geschäftsführerin

GewerkschafterInnen für Klimaschutz

Klimagewerkschafter/innen zum Appell von Fridays for Future „Streikt mit uns“ am 20. September 2019: Aufruf an Kolleginnen und Kollegen: Wir sind gefordert – Seid auch dabei! 

“Greta Thunberg, Luisa Neubauer und viele andere junge Menschen von Fridays for Future rufen für den 20. September ’19 zu einem weltweiten Klimastreiktag auf

Dies verstehen wir auch als Aufruf an Gewerkschaften, Betriebsräte, Arbeitnehmer*innen aktiv zu werden und sich für den Klimaschutz und zukunftsweisende Arbeitsplätze einzusetzen. Auch wir wollen wie die Eltern und WissenschaMler (Parents und Scientists for Future) unseren Beitrag dazu leisten, dass der 20. September Auftakt zu einer Wende hin zu einer sozialen und ökologischen Gesellschaft wird. An diesem Tag können Betriebsversammlungen stattfinden, Aushänge gemacht und Flugblätter verteilt werden. Es können Warnstreiks für einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Erneuerbaren Energien organisiert und für die Beteiligung an den Demonstrationen mobilisiert werden. Wir rufen alle Kolleginnen und Kollegen dazu auf, kreativ mitzuwirken, damit die Gewerkschaften und Beschäftigte aktiver Teil der Klimabewegung werden.” Aufruf der Klimagewerkschafter/innen mit Erstunterzeichner/innen 

Die Forderungen der Schülerinnen und Schüler an die Politik

Fridays For Future fordert die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C-Ziels. Explizit fordern wir für Deutschland:

  • Nettonull 2035 erreichen
  • Kohleausstieg bis 2030
  • 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035

Entscheidend für die Einhaltung den 1,5°C-Ziels ist, die Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich stark zu reduzieren. Deshalb fordern wir bis Ende 2019:

  • Das Ende der Subventionen für fossile Energieträger
  • 1/4 der Kohlekraft abschalten
  • Eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen. Der Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen muss schnell so hoch werden wie die Kosten, die dadurch uns und zukünftigen Generationen entstehen. Laut UBA sind das 180€ pro Tonne CO2

Hier die ganzen Forderungen inklusive der Begründung lesen:

https://fridaysforfuture.de/forderungen/

DIE GEW Augsburg schließt sich diesen Forderungen an und dankt den Schülerinnen und Schülern für Ihren Einsatz und erklärt sich solidarisch!

Pressemitteilung Die FOS/BOS: Sanierung oder Neubau?

Augsburg, 29.11.2018. Das leidige Thema der Schulsanierung begleitet die Augsburger Schulen, ihre LehrerInnen und SchülerInnen, die beteiligten Ausschüsse des Stadtrats sowie den Stadtrat selbst nun schon seit Jahren. Nach der Wahl 2014 wurde ein großangelegtes Schulsanierungsprogramm angekündigt. „300 Millionen für Augsburgs Schulen“ hieß es, werde man in die Hand nehmen, um Augsburgs Schulen auf den neuesten Stand zu bringen.

Nun war schon damals klar, dass 300 Mio. Euro gerade mal ausreichen würden, um die schlimmsten Baustellen zu beheben.

Knapp vier Jahre später ist offensichtlich: Die 300 Millionen Euro reichen hinten und vorne nicht. Auf 15 Jahre – von 2015 bis 2030– sind 300 Millionen Euro auch nur 20 Mio Euro pro Jahr. Diese Summe sollte grundsätzlich jährlich zur Sanierung und Pflege der Augsburger Schulen zur Verfügung stehen! Dass dies jahrzehntelang nicht der Fall war, ist schlicht ein Skandal!

Trotz der 300 Mio Euro gilt: Die Stadt hat nicht genug Geld, wichtige Schulsanierungen bzw. Neubauten anzustoßen. Die Verschuldung ist seit 2014 stark gestiegen – von rund 310 auf 421 Millionen Euro Ende 2018.

Dass der Geldsegen nicht ausreicht, versinnbildlicht am schönsten die FOS/BOS: ihr desolater Zustand, ihre jahrelang verschleppte und  jetzt beschlossene Sanierung, die laut Rechnung des  Baureferenten Merkle geringfügig preiswerter ist als ein Neubau. Allerdings wird dieser Neubar nach aktuellem Kenntnisstand bei jetziger Planung den Bedarf bei Fertigstellung nur zu 90% decken. Spricht: Man will für teures Geld ein Schulgebäude sanieren in dem Wissen, dass es zu klein sein wird, um alle Schüler dort unterzubringen! Sowohl das Lehrerkollegium, die betroffenen SchülerInnen und der Ministerialbeauftragte sind für einen Schulneubau!

Wie bei Sanierungen üblich, wird es natürlich teurer als geplant und es wird länger dauern. Was wird das Ergebnis sein? Augsburg wird frühestens 2028 eine sanierte FOS/BOS haben, die zu klein ist und die keiner haben will. Darüber hinaus ist an den Sanierungsplanungen zu erkennen, dass die sanierte FOS/BOS auch nicht den „Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland“ entspricht, die darauf abzielen, neue, kooperative Lehr- und Lernformen auch räumlich zu unterstützen.

Kurz: Ein Neubau der FOS/BOS wäre ein vierfacher Gewinn im Vergleich zu der Sanierung:

  1. Man bekäme für das (voraussichtlich) gleiche Geld eine nagelneue Schule.
  2. Diese könnte so groß sein, wie es die gegenwärtigen Bedarfsrechnungen ermittelt haben und könnte Raum für eventuell nötige Erweiterungen schon in der Planung vorsehen.
  3. Eine moderne und neue Schule verfügte über eine zeitgemäße Raumstruktur und genügte den Ansprüchen an ein Schulgebäude im 21. Jahrhundert.
  4. Bei einem Neubau wären im Vergleich zu einem sanierten Gebäude sowohl der Brandschutz als auch die Energiefffizienz besser.

Das Problem der Stadt: Für eine Sanierung gibt es höhere Zuschüsse vom Freistaat als für einen Neubau! Dieser Unterschied beträgt prognostiziert im Fall der FOS/BOS 20 Millionen Euro (siehe BSV/18/02165 im Anhang)

Der erstaunte Laie und Bürger fragt sich nun, wie man wegen 20 Millionen Euro lieber sehenden Auges ein zu kleines und nicht den neuesten Erkenntnissen der Pädagogik und Architektur entsprechendes Gebäude für immer noch 88,4 Millionen Euro sanieren möchte? Und dies im Wissen, dass bisher noch keine städtische Sanierung im Rahmen der Kostenschätzungen abgeschlossen wurde!

Der Vorsitzende des Kreisverbandes Augsburg der GEW, Dr. Tobias Bevc, stellt dazu fest: „Es ist erstaunlich, wie die Stadt sich hier vor ihrer Verantwortung drückt und lieber ein unzureichendes Sanierungskonzept im Hinblick auf den leeren Stadtsäckel umsetzt, statt mit Blick auf die SchülerInnen und LehrerInnen eine neue zukunftsgerechte Schule zu bauen. Aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ist die nun als preiswertere Lösung angepriesene Sanierung die schlechtere und teuere Lösung.“

Pressemitteilung Situation an der FOS/BOS – Wie geht es weiter mit dem Lehrerzimmer?

Augsburg, 29.11.2018. Seit einem Brand im Lehrerzimmer der FOS/BOS vor etwa 17 Monaten muss das dortige Lehrerkollegium mit einem „Interimslehrerzimmer“ vorlieb nehmen. In diesen Raum regnet es hinein, es ist nicht zu lüften und hat auch keinen Zugang zum Sozialraum der Lehrerinnen und Lehrer. Kurz: Es ist eine Zumutung! Der Stadt und den verantwortlichen Stellen ist diese Situation bekannt. Nur: Es geschieht nichts. Die Baustelle im ehemaligen Verwaltungstrakt, in dem es gebrannt hatte, ist zwar „eingerichtet“, jedoch verwaist, d.h. es sind keine Handwerker da, die die Schäden reparieren würden.

Auf eine Einladung für eine Teilnahme an der Personalversammlung der FOS/BOS am 5.12.2018 vom 16.11.2018 liegt bis heute, trotz einer zweiten Nachfrage am 21.11.2018, weder vom eingeladenen Bildungsreferenten Herrn Köhler, noch vom Leiter des Schulverwaltungsamtes Augsburg, Herrn Färber eine Antwort vor. Beide Herren sind aber mitverantwortlich für die unhaltbaren Zustände in der FOS/BOS. Insofern wäre eine Teilnahme an der Personalversammlung der FOS/BOS am 5.12.2018 angemessen. Vor Ort könnte man die aktuelle Situation im „Interimslehrerzimmer“ begutachten und mit den betroffenen Lehrerinnen und Lehrern Lösungen diskutieren.

Will man seitens der Verwaltung die Generalsanierung abwarten und dem Lehrpersonal solange die Interimslösung zumuten? Sollte dies der Fall sein, so sollte Herr Köhler doch so aufrichtig sein und dies auf der Personalversammlung persönlich verkünden. Einladungen einfach unbeantwortet zu lassen, ist unangemessen und den LehrerInnen und der Schulleitung gegenüber unfair.

Linke Einführungswochen Augsburg

Bist du frisch nach Augsburg gezogen? Bist du schon länger hier und suchst Orte, an denen Platz für deine Ideen sind? Hast du auch genug davon, dem gesellschaftlichen Rechtsruck einfach nur zu zugucken und bist froh über Menschen, mit denen du gemeinsam politisch aktiv werden kannst? Bist du auch der Meinung, dass in dieser Gesellschaft einiges schief läuft und willst mehr darüber erfahren?

Oder bist du bereits in einer Organisation aktiv, willst aber gerne auch sehen was sonst so geht? Hast du Lust, die linke Szene der Stadt kennenzulernen?

Ende Oktober/Anfang November 2018 laden zahlreiche linke Aktivist*innen, Organisationen und Gruppen zu den ersten linken Augsburger Einführungswochen ein.

Wir wollen, dass ihr euch damit  ein erstes Bild von der Szene machen könnt. Wir wollen euch eine Plattform zur Vernetzung und den Raum für Diskussionen bieten. Wir wollen, dass ihr neue Leute kennenlernen könnt. Wir wollen euch Orte und Visionen zeigen, die anders sind. Und wir  wollen, dass wir gemeinsam eine interessante und spaßige Zeit haben. Die Veranstaltungen sind dabei so bunt und vielseitig wie die teilnehmenden Organisationen.

Von Stadtrundgängen, Vorträgen, Workshops und Projektvorstellungen bis hin zum gemeinsamen Abhängen und Feiern ist für alle was dabei. Wir freuen uns darauf, euch kennenzulernen oder wiederzusehen. Lasst uns gemeinsam Gesellschaft und Zukunft
gestalten!

Nähere Infos zu den einzelnen Terminen sind im
Internet unter fb.me/linkewochenaux verfügbar.

Und hier der Flyer:

Linkewochen

Pressemitteilung des Kreisverbandes der GEW Augsburg zur anstehenden Landtagswahl und den bildungspolitischen Zielsetzungen der AfD

Augsburg, 10.10.2018. In einer Woche steht die bayerische Landtagswahl an. Es steht viel auf dem Spiel und alle Zeichen zeigen auf, dass es eine Machtverschiebung in Bayern geben wird. Der GEW Kreisverband Augsburg möchte in dieser Pressemitteilung ausdrücklich auf einige antiemanzipatorische, gegenaufklärerische und rassistische Positionen der AfD in ihrem Landtagswahlprogramm aufmerksam machen und auf die daraus möglicherweise resultierenden Konsequenzen für die bayerische Bildungspolitik.

Gleich zu Beginn des Bildungskapitels (6. Kapitel) betont die AfD die hohe Bedeutung der Familie bei der Sicherung des Bildungserfolgs. Hiermit schließt die AfD alle Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern von einem zukünftigen Bildungserfolg aus. Es muss für die Sicherung einer demokratischen Gesellschaft vielmehr Aufgabe der Schule sein, Bildungserfolg möglichst unabhängig von der Familie zu ermöglichen. Herkunft darf nicht über Bildungserfolg entscheiden!

Die geplante Neuausrichtung des Geschichtsunterrichts, die die Zeit des Nationalsozialismus auf eine Reduzierung des Würdigens „deutscher Opfer“ neu ausrichten will, verdeutlicht die AfD Marschrichtung. Hier werden die Täter zum Opfer stilisiert. „Zwölf Jahre Vogelschiss“ darf nicht das Motto der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seiner Verbrechen sein.

Zu dieser Herangehensweise passt der darauf folgende Abschnitt des Landtagwahlprogramms 6.2. Hier heißt es: Entschieden lehnen wir Aufrufe zum „Kampf gegen Rechts“ an Schulen ab. Der Schulterschluß der AfD in Chemnitz mit Pegida und Neonazis hat bereits sehr schön verdeutlicht, dass die AfD niemals gegen Rechts kämpfen wird, im Gegenteil: Sie sind rechte Kämpfer. Hierzu passt auch, dass die bayerische AfD die Initiative „Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus“ ersatzlos beenden möchte. Die AfD tritt also offen für Rechtsextremismus und Rassismus ein!

Die AfD will weiterhin eine Beibehaltung des gegliederten Schulsystems und die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen erschweren. Auch dies zeigt, dass die AfD Standesunterschiede festigen und eine Elitenförderung betreiben möchte.

Statt Gleichberechtigung von Männern und Frauen plädiert die AfD für ein rückwärtsgewandtes Familienbild, das mit der heutigen gesellschaftlichen Realität nichts mehr zu tun hat, und welches verdeutlicht, welchem Zwang die AfD Menschen aussetzen wird, wenn sie erst einmal an die Schaltstellen der Macht geraten wird. Der Blick nach Österreich und die Schlechterstellung alleinerziehender Mütter unter der Ägide der ÖVP/FPÖ Regierung vermittelt hier schon einmal einen Vorgeschmack. Die AfD will vielmehr die Unterwerfung der Kinder und Jugendlichen unter eine reaktionäre und rigide Sexualmoral, die die bisher erreichten Erfolge in der Emanzipation der Frauen in den letzten 50 Jahre wieder zunichte macht.

Zu guter letzt ist noch darauf hinzuweisen, dass nicht die Flüchtlinge am Unterrichtsausfall an bayerischen Schulen die Verantwortung tragen. Den gab es in gleicher Höhe auch schon vor 2015. Vielmehr zeigt sich hier ein Versagen der CSU Regierung genügend Lehrer auszubilden und eine anständige Personalplanung durchzuführen.

Die AfD will eine Privatisierung staatlicher Einrichtung, weniger soziale Beweglichkeit und Durchlässigkeit und die Privilegierung deutscher Männer in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen.

Die AfD will eine andere Gesellschaft, eine, die allen Prinzipien und Überzeugungen der GEW zuwider läuft.