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GEW Augsburg sammelt gebrauchte Laptops um sie an Schüler*innen ohne digitale Endgeräte für das Homeschooling weiterzugeben

Pressemitteilung der GEW KV Augsburg

Augsburg, 22.05.2020. Um die Ungerechtigkeiten des Homeschooling aufgrund fehlender digitaler Endgeräte ein wenig zu lindern, will der Kreisverband der GEW Augsburg abgelegte Laptops sammeln und für den Homeschooling Einsatz in Familien herrichten, die über kein geeignetes Gerät verfügen. „Wir sammeln gebrauchte Laptops, die jedoch in funktionstüchtigen Zustand und in der Lage sein müssen, die aktuelle Office Software zu verwenden. Wir möchten die Daten auf gespendeten Geräten datenschutzkonform löschen und mit Open Source Betriebssystem und Software versehen. Gegen ein geringes Pfand werden wir dann die Geräte verleihen“, so Dr. Tobias Bevc, Kreisvorsitzender der GEW Augsburg.

Katrin Fischer, Personalrätin und stellvertretende Kreisvorsitzende und Lehrerin an einer Mittelschule, ist der Auffassung, dass der Bedarf momentan vor allem akut ist in den Abschlussklassen 9R, 9P, 10M der Mittelschulen. „Viele Schüler*innen hier benötigen dringend digitale Endgeräte, um zu Hause ihre Abschlussprojekte fertigstellen zu können. Piazzolos Paket mit 25.000 Laptops für die bayerischen Schüler*innen reicht hinten und vorne nicht. Daher sind wir gezwungen auf anderen Wegen, die Schüler*innen mit ausreichender technischer Hardware auszustatten, so dass sie in der Lage sind, ihre Arbeiten abzuschließen.“

„Die Corona Krise und das durch sie erzwungene Homeschooling zeigt mal wieder sehr deutlich, dass das Bildungssystem in Deutschland und Bayern sehr ungerecht ist. Kinder aus bildungsfernen Familien und aus armen Haushalten sind massiv benachteiligt. Durch unsere Aktion hoffen wir, wenigstens einige Härtefälle abfedern zu können, sind uns aber bewusst, dass wir das staatliche Versagen nicht kompensieren können“, schätzt Dr. Bevc die Situation ein.

Die GEW Augsburg freut sich über Laptop-Spenden, solange diese ausreichend Systemvoraussetzung mitbringen, damit die aktuelle Office Software darauf gut funktioniert. Da im digitalen Unterricht auch häufig Videokonferenzen verwenden werden, wäre es optimal, wenn die Laptops auch über Kameras verfügen würden, was aber keine Voraussetzung für eine Spende ist.

Kontakt:Dr. Tobias Bevc, info@gew-augsburg.de

Stark machen für den Frieden

Aus der jungen Welt, Ausgabe vom 07.05.2020, Seite 8 / Rubrik: Abgeschrieben

Stark machen für den Frieden

Erhard Stenzel, der letzte noch lebende deutsche Widerstandskämpfer der französischen Résistance, teilte zum 8. Mai 2020 mit:

(…) Der Hitlerfaschismus war das brutalste, grausamste Verbrechen an der Menschheit im 20. Jahrhundert. Ich habe zwei Tage nach dem großen Verbrechen am 10. Juni 1944 in Oradour-sur-Glane die verbrannten Körper von Frauen, Kindern, Greisen und Männern gesehen. In der Kirche, in einer Scheune und teilweise in Wohnhäusern waren sie eingesperrt und einfach verbrannt worden. Ca. 500 verkohlte Leichen. Wir haben geweint. Diese grausame Spur des Verbrechens hinterließ die 2. SS-Panzer-Division »Das Reich«. Zwei Monate später erreichten wir Paris am 24./25. August 1944. Wir jagten mit unserer Kampfgruppe deutscher Partisanen-Résistance-Kämpfer an der Seite amerikanischer Streitkräfte die SS, die Gestapo und die Wehrmachtseinheiten. Paris wurde zum Glück kein Trümmerhaufen, wie Hitler es befohlen hatte.

Die Entscheidung über das Ende des Zweiten Weltkrieges fiel zunächst in der Sowjetunion, in den erfolgreichen Schlachten der Roten Armee bei Stalingrad, vor Moskau, Leningrad, im Kursker Bogen, später dann auf den Seelower Höhen und bei der Befreiung Berlins. (…)

Die damalige Losung bei unserer Heimkehr lautete: »Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!« Verdammt – die Losung ist heute wieder äußerst aktuell. Faschisten in Teilen der Welt, in einigen Ländern Neonazis, rechtsradikale Gruppierungen sowie Teile der AfD organisieren Demonstrationen, marschieren in deutschen Städten auf den Straßen, besetzen teilweise mit gewählten Abgeordneten die Parlamente, unterwandern den Staat und die Institutionen. Und welche Schande: Verbände der Bundeswehr beteiligen sich an der russischen Staatsgrenze an monatelangen Manövern der NATO. Eine solche Provokation hat die russische Bevölkerung nicht verdient. Die Russen wollen keinen Krieg! Die Friedenskräfte in der Welt müssen stärker aktiv werden. (…)

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Artikel aus dem ND: Kontaktloses Lernen. Die Coronakrise zwingt Schüler, Lehrer und Eltern zu einem neuen digitalen Bildungsalltag

Kontaktloses Lernen. Die Coronakrise zwingt Schüler, Lehrer und Eltern zu einem neuen digitalen Bildungsalltag

Seit Jahren propagieren Wirtschaftslobbyisten das »E-Learning«. Medien wie Smartphone und Tablet, so vereinbarten Bund und Länder im lange umstrittenen »Digitalpakt«, sollen schon in den Grundschulen als zentrales Arbeitsinstrument dienen. Die Bedenken von Praktikern, die den engen persönlichen Kontakt zwischen Lernenden und Lehrenden für unverzichtbar halten, wurden weitgehend ignoriert.

Unsere KV Sitzung am 2.04.2020 findet virtuell statt!

Allerdings treffen wir uns aus Datenschutzgründen nicht via Zoom, das ja gerade in aller Munde ist, sondern mit der Open Source Anwednugn Jitsi auf dem GEW-Bayern eigenen Jitsi Server. 

Um 19:30 Uhr, es kann jeder gerne teilnehmen. Nur mir vorher eine Mail sende, so dass er auch eine Einladung bekommt.

Tagesordnung (vorläufig):


1. GEWerkschaftliche Aktivität in Zeiten des „Hausarrests“ – wie nutzen wir soziale Medien um aktiv zu bleiben?

2. Hermann-Schmid-Akademie – (wie) geht es weiter? Bericht, Diskussion, Ausblick

3. Digitaler Unterricht von „Null auf Hundert – Unterricht während des Hausarrests“

4. PR Wahl 2021 (falls es hier was zu besprechen gibt)

5. Hochschule und Universität

6. Kommunalwahl

7. Sonstiges

Corona an Schulen

Liebe Kolleg*innen,

 die Lage ist sehr ernst. Sie sollte auch so von allen wahrgenommen werden.

Trotzdem werden anscheinend weiterhin an Schulen Dienstbesprechungen und Konferenzen abgehalten. Die Dienstpflicht der Lehrkräfte wird fälschlicherweise als Präsenzpflicht interpretiert.

Das entspricht in keinster Weise den von der Staatsregierung ausgerufenen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Ausrufung des Katastrophenfalls.

Der untenstehenden Link, der von oberster Stelle kommt, bietet mehr als eine gute Argumentationshilfe.

https://www.bayern.de/corona-pandemie-bayern-ruft-den-katastrophenfall-aus-veranstaltungsverbote-und-betriebsuntersagungen/

Schulleitungen, die das ignorieren, handeln grob fahrlässig und gegen ihre Fürsorgepflicht. Ich kann euch nur ermutigen, jeglichen Veranstaltungen im schulischen Kontext fernzubleiben.

Verlangt außerdem für alle Aufgaben, die euch übertragen werden, eine schriftliche Dienstanweisung, aus der die dringende Notwendigkeit hervorgeht.

Passt auf euch und eure Lieben auf  as, was getan werden muss.

Kollegiale Grüße

Katrin Fischer, Mittelschullehrkraft

Personalrätin im Schulamt Augsburg-Land

Stellvertretende Vorsitzende GEW KV Augsburg