Kategorie-Archiv: GEW Hochschulgruppe

Bündnis gegen Gesinnungsschnüffelei

Obwohl der „Radikalenerlass“, mit dem Linke aus staatlichen Institutionen ferngehalten werden sollten, seit 1991 auch in Bayern offiziell abgeschafft ist, müssen heute noch AnwärterInnen auf Stellen im öffentlichen Dienst einen „Fragebogen zur Prüfung der Verfassungstreue“ ausfüllen und angeben, in welchen politischen Organisationen sie aktiv sind oder waren. Eine „Extremismusliste“ ist jedoch völlig ungeeignet, menschenfeindliche Ideologien aus den staatlichen Organen fernzuhalten.

Das „Bündnis gegen Gesinnungsschnüffelei“ kritisiert die aktuelle Praxis des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz, die Beschäftigten sowie AnwärterInnen auf eine Stelle im öffentlichen Dienst, kollektiv zum Ausfüllen eines sogenannten „Fragebogens zur Prüfung der Verfassungstreue“ auf Grundlage der „Extremismusliste“ zu nötigen. Das „Bündnis gegen Gesinnungsschnüffelei“ fordert die Abschaffung dieses bayerischen Sonderwegs – die Abschaffung dieses Fragebogens.

Die Politik der Berufsverbote, in deren Tradition die „Extremismusliste“ steht, richtet sich gegen gesellschaftliche Alternativen zum herrschenden Wirtschafts- und Gesellschaftssystem und versucht, diese zu kriminalisieren. Die durch die
Abfrage geschaffene Atmosphäre der Gesinnungsschnüffelei lässt den Eindruck entstehen,
dass oppositionelle DemokratInnen zu bayerischen Staatsfeinden vorverurteilt werden. Dies
befördert ein Klima der Einschüchterung und Verunsicherung, welches noch durch die exemplarische Disziplinierung und Bedrohung Einzelner verstärkt wird und somit breite Kreise der Auszubildenden, der Studierendenschaft sowie des Lehrpersonals an Schulen und Hochschulen abschreckt, sich für fortschrittliche Politik einzusetzen und ihre Interessen organisiert zu vertreten.

Gemäß dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz und europäischem Recht gilt es jegliche Form von unmittelbarer oder mittelbarer Diskriminierung, auch aufgrund der Weltan-schauung, zu unterlassen. Hierzu steht vollkommen konträr die noch immer vom „Verfassungsschutz“ praktizierte und von der bayerischen Staatsregierung angeordne-
te Vorgehensweise der „kollektiven Gesinnungsprüfung“ bei Einstellungen in den öffentlichen Dienst. Dagegen verwahrt sich das Bündnis und fordert von der bayerischen Staatsregierung die sofortige Abschaffung des sogenannten „Fragebogens zur Überprüfung der Verfassungstreue“.

gegen-gesinnungsschnueffelei.de

Die Bündnisgruppen
•     AStA Referat für Gesellschaft und politische
Bildung der Universität Augsburg
•     DKP München
•     FAU München, FAU Nürnberg
•     Junge GEW Bayern, GEW Augsburg, GEW
München, GEW Hochschulgruppe Augsburg
•     Grüne Jugend Bayern
•     Linksjugend München
•     Mittelbauinitiative Augsburger Universität (MIAU)
•     Rote Hilfe München
•     SDAJ München
•     SJD-Die Falken, Kreisverband München
•     Ver.di München, FB 5

V.i.S.d.P.: P. Lohner, Schwanthalerstraße 139 (Rgb.), 80339 München

Hier ist der Flyer des Bündnis` gegen Gesinnungsschnüffelei mit aktuellen Veranstaltungshinweisen des Bündnisses: BgGsVeranstaltungsprogramm-web

offene GEW KV Augsburg Vorstandssitzung am 9. März 2017, 19:30 Uhr, Tagesordnung

Tagesordnung für die offene GEW KV Sitzung am 9.03.2017, 19:30 Uhr

1. Inklusionsveranstaltung

2. Ernst Grube Veranstaltung mit der VVN und dem jüdischen Kulturmuseum

3. Demokratie in der Schule

4. Bündnis gegen Gesinnungsschnüffelei

5. junge GEW

6. GEW Hochschulgruppe

7. LVV

8. Resolution des DGB Schwaben zur Rentenpolitik 2017_02_01 Resolution des DGB Schwaben zur Rentenpolitik

9. Sonstiges

 

 

Dokumentationsfilm über den Zeitzeugen Ernst Grube

 

ernst grube doku banner

Wir laden ein zum:

Dokumentationsfilm über den Zeitzeugen Ernst Grube

– Von einem, der nicht aufgibt –

Im Anschluss: Publikumsgespräch mit Ernst Grube
Mittwoch, 29.3.2017, 19.00 Uhr im Thalia Kino am Obstmarkt (Eintritt: 7 €, ermäßigt 4,50 €)
Reservierung unter 0821 – 153078

 

MIAU – Die Mittelbauinitiative an der Universität Augsburg

Miau

Die Mittelbauinitiative der Augsburger Universität (MIAU)
setzt sich für ArbeitnehmerInnenrechte und eine Verbesserung
der Beschäftigungsverhältnisse ein. Wir stehen für freie und
demokratische Bildung und Forschung und fordern mehr Trans-
parenz und offene Beteiligungs- und Informationsräume für
den akademischen Mittelbau. Dabei agieren wir fakultätsüber-
greifend und über die Gremien der Selbstverwaltung hinaus.

MIAU WISE1617

Aktionswoche „Traumjob Wissenschaft“ an der Uni Augsburg am 4.11. 2015

In Augsburg wurde auf die bundesweite Aktionswoche „Traumjob Wissenschaft“ der GEW mit einer Kundgebung, dem Verteilen von Informationsbriefen und einer Podiumsdiskussion aufmerksam gemacht. Zentrales Anliegen für alle Beteiligten war es die prekären Beschäftigungsbedingungen an den Hochschulen und auch an der eigenen Universität zu thematisieren und anzuprangern. Die Podiumsdiskussion am Abend des 4.11. widmete sich dementsprechend dem Thema „Traumjob oder Jobtrauma? Schlechte Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft“. Auf dem Podium waren vertreten der Vizepräsident der Universität Prof. Dr. Peter Welzel, die Landtagsabgeordnete von Bündnis90/die Grünen Rosi Steinberger, der Mittelbauvertreter Marcus Kollar und der Vertreter der AG „Prekäre Beschäftigung“ Michael Lippok – moderiert von unserem GEW KV-Vorstandsmitglied Tobias Bevc.

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Informationsveranstaltung und Diskussion an der Universität Augsburg am 1.Juli 2015

„Traumjob Wissenschaft“ oder prekäres Job-Trauma?

Zu Situation und Karriereaussichten des wissenschaftlichen Personals an deutschen Universitäten und Fachhochschulen referierte am 1.Juli

Dr. Andreas Keller

Die Entwicklung: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse

Die Lage des wissenschaftlichen Lehrpersonals an den Universitäten hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Besonders betroffen sind die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und die Lehrbeauftragten.

Man kann durchaus von einer Prekarisierung sprechen: Drei Viertel des wissenschaftlichen Personals ist nur befristet beschäftigt. Die Verträge werden immer kurzfristiger abgeschlossen. Die wissenschaftliche Lehre wird zu einem immer größeren Anteil von nahezu rechtlosen Lehrbeauftragten durchgeführt, die mit einem Stundenlohn deutlich unter dem Mindestlohn entlohnt werden. Viele der befristeten Arbeitsverhältnisse sind nur Teilzeitstellen (Stellenteilung, Drittelung (!) von Stellen).

Aufgrund dieser Entwicklungen ist eine vernünftige Karriereplanung für Nachwuchs-wissenschaftler*innen praktisch nicht möglich.

Diese negative Entwicklung muss zunächst einmal erkannt werden.

Die Forderung: Prekäre durch reguläre Beschäftigung ersetzen

Dieser Vortrags- und Diskussionsabend will aber nicht nur Missstände anprangern.

Vielmehr wird Dr. Andreas Keller das „Templiner Manifest“ und den „Herrschinger Kodex“ vorstellen. Beide sind Vorschläge der GEW, wie das Wissenschaftssystem und die in ihm herrschenden Arbeitsbedingungen zukunftsfähig gemacht werden können.

Die Wissenschaft und damit die Hochschulen sollen wieder zu attraktiven Arbeitgebern werden, die ihrer ursprünglichen Funktion, der Forschung und Lehre, wieder vollumfänglich gerecht werden und dabei gleichzeitig den Mitarbeiter*innen sichere Karrierewege anbieten können.

Dies wird im Resultat auf bessere Forschung und verbesserte Studienbedingungen hinauslaufen.

Zur weiteren Information:

„Herrschinger Kodex“

„Templiner Manifest“